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Lexikalische Schwierigkeiten

Fast alle Kinder durchleben eine "Dingsda"-Phase. Diese kann kürzer oder länger und auch weniger oder mehr intensiv ausgeprägt sein. Wenn ein Kind allerdings kaum Wortschatz verwendet und auch gut bekannte Gegenstände als "das da" bezeichnet, sollte eine genaue Abklärung erfolgen. Die Gründe für lexikalische Schwierigkeiten sind sehr verschieden. Der Grundstein für den Aufbau des Lexikons wird schon im ersten Lebensjahr gelegt: In seinen ersten Lebensmonaten beschäftigt sich ein Kind mit dem, was es gerade sieht. Verschwindet ein Gegenstand aus seinem Blickfeld, hört der Gegenstand für das Kind auf zu existieren.

Wenig später sucht ein Kind nach einem Gegenstand, wenn es ihn beim Spielen aus den Augen verliert. Das Kind hat nun eine innere Vorstellung (visuelles Schema) von einem Gegenstand erworben - die Basis des Lexikonerwerbs ist geschaffen. Um einen Gegenstand von anderen unterscheiden zu können, muß das Kind diverse Fähigkeiten haben: Sehen, Hören, Spüren, Merkfähigkeit,... . Und es müssen die entsprechenden Angebote zum Wahrnehmen vorhanden sein. Das Kind lernt mit dem Beginn des zweiten Lebensjahres, daß ähnliche Dinge in Sprachkategorien einzuordnen sind.

Ein Beispiel:
Der Begriff "Ball" wird zunächst auf den "weißen Ball mit den roten Punkten" beschränkt. Dann wird der Begriff übergeneralisiert: Alles, was rund ist, ist ein "Ball": Die Sonne, ein Reifen, vor allem aber alle Bälle auf der Welt. Mit der Zeit werden die Differenzierungsfähigkeiten größer, die Sonne wird zur "Sonne", weil sie gelb leuchtet, der Reifen zum "Reifen", weil er im Gegensatz zum Ball kreisförmig ist und umfallen kann.

Das Kind muß also die unterschiedlichen Farben, Formen und sonstige Beschaffenheiten wahrnehmen und dazu auditiv erkennen, wie die unterschiedlichen Dinge von den es umgebenden Personen benannt werden. Bei lexikalischen Schwierigkeiten muß der Logopäde daher diagnostizieren, welche(r) der oben genannten Bereiche Ursache für die Einschränkung ist/sind. Dann lernt das Kind spielerisch, die Eigenschaften von Gegenständen über die verschiedenen Wahrnehmungsmöglichkeiten zu erforschen:

Beispiele für Therapieinhalte:
Spürsinn: Ein Kind spürt mit verbundenen Augen Gegenstände und benennt sie.
Sehen: Suchbilder - Wo hat sich der Hund versteckt?
Hören: Autoteppich - "Ich fahre doch nicht mit dem Busch!"
Merkspanne: Memory, Koffer packen

Wie oben beschrieben, beginnt der Wortschatzaufbau nicht erst, wenn Kinder anfangen zu sprechen. Defizite bei den genannten Wahrnehmungsbereichen können schon recht früh (ab der 2. Hälfte des 3. Lebensjahres) gut diagnostiziert werden. Warten Sie also beim Verdacht einer sprachlichen Schwäche nicht ab, ob Ihr Kind einfach nur eine verspätete, aber reguläre Entwicklung durchlebt. Lassen Sie sich im Zweifelsfall beim Logopäden beraten, damit keine wertvolle Zeit verstreicht.

Sprachtherapie, Sprechtherapie, Schlucktherapie, Stimmtherapie

 

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